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Ich war 14 Jahre alt und saß im dunklen Zuschauerraum eines Theaters. Als die Lichter die Bühne erleuchteten, das Orchester die ersten Takte spielte und die Opernsängerin zu singen anfing, da hatte ich eine Offenbarung. Es war als hätte jemand in mir eine Lampe angeschaltet, ich war so ergriffen, dass ich spürte, wie meine Augen feucht wurden. Und plötzlich lag mein Weg klar vor mir. Ich traf eine Entscheidung: Ich würde – ich musste sogar – ebenfalls Schauspielerin werden.
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Rund 2.500 Jahre ist es her, dass Siddharta Gautama, der zum Buddha wurde (das bedeutet „der Erwachte“), gelebt hat. Noch heute ziehen uns die Seelenruhe und Entspanntheit in ihren Bann, die von allen Bildnissen seiner Person strahlen.
Wie hat Buddha es geschafft, vom unglücklichen Königssohn zum glücklichen Menschheitslehrer zu werden? Ist seine Botschaft noch aktuell? Können wir modernen Menschen von seiner Lehre profitieren, auch wenn wir nicht buddhistische Mönche oder Nonnen werden möchten? Lässt sich der Kern dessen, was Buddha verkündete, verständlich, bodenständig und umsetzbar auf den Punkt bringen?
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Zum Unglück verdammt. So fühlte ich mich.
Heute weiß ich: Das stimmt nicht. Man kann sich befreien aus dem Unglück. Die Forschung bestätigt das inzwischen und kann uns zeigen, wie man das schafft.
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Wer bin ich? Und wie bin ich? Ariadne von Schirach hat ein Buch über Charaktertypen geschrieben und erkannt: unsere Selfie-Kultur ist depressiv. Und jeder einzelne von uns hat eigentlich einen an der Marmel.
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Das Leben ist zur Hetzjagd geworden.
Die Beute, die wir jagen, ist das Perfekte. Das Perfekte hat tausend Gesichter: den perfekten Körper, das perfekte Haus, den perfekte Job und perfekten Partner, Anerkennung, Geld, Einfluss, eine boomendes Business, Charisma, einen gigantischer Freundeskreis, Weltreisen, Mondreisen, Siege, Medaillen.
Wir rennen diesen Zielen hinterher und hoffen, dass sie irgendwann ermüdet aufgeben und wir sie erlegen können. So läuft die klassische Hetzjagd ab, das Gegenteil der Lauerjagd, bei der die Jäger geduldig auf die Beute warten.
Wenn du etwas loslässt, bist du etwas glücklicher. Wenn du viel loslässt, bist du viel glücklicher. Wenn du ganz loslässt, bist du frei.
– Ajahn Chah
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Ob ein Mensch klug ist, erkennt man an seinen Antworten. Ob ein Mensch weise ist, erkennt man an seinen Fragen.
– Nagib Mahfuz
Es gibt Fragen, die Mauern einreißen. Fragen, die uns zum Weinen bringen. Fragen, die uns die Welt, das eigene Leben und uns selbst klarer sehen lassen. Hier 85 von ihnen.
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Das Denken ist das Selbstgespräch der Seele.
– Platon
Wie schon im ersten Teil geschrieben , ist der größte Teil unserer Selbstgespräche negativ und selbstzerstörend. Fast alle von uns kritisieren sich wieder und wieder unerbittlich.
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Je härter ich dafür kämpfte, alles zu verstecken, wofür ich mich schämte, umso verschlossener wurde ich, und umso einsamer. Am Höhepunkt meiner „Unangreifbarkeit“, die ich schuf, indem ich mich fast gar nicht mehr aus der Wohnung traute, war ich so gut wie am Ende.
Ich schämte mich so sehr, für die Pickel, mein Aussehen … und auch dafür, dass ich mich so schämte, mich von meiner Angst, angreifbar zu sein, so sehr habe unterjochen lassen (es gibt doch kaum etwas Peinlicheres, als mit rotem Kopf ertappt zu werden). Dafür, dass ich so abhängig von der Meinung Anderer war, dass ich mich lieber selbst einsargte.
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Es gibt Augenblicke, die erschüttern uns und ziehen einem den Boden unter den Füßen weg. Der Job löst sich in Luft auf, auf dem Konto herrscht Ebbe oder die Diagnose des Arztes ist niederschmetternd. Ein geliebter Mensch stirbt, Träume zerplatzen und Beziehungen gehen auseinander. Wenn sich wieder einmal eine feste Größe als Illusion aufweist, wird uns das Prinzip der Vergänglichkeit schmerzlich bewusst. Diese Erkenntnis tut weh. Immer wieder.
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Der Verlauf unseres Lebens wird auch davon geprägt, wie wir loslassen können. Dem Vergangenen einen Wert geben, Danke zu sagen und zu spüren, was hat uns berührt. Indem wir den Übergängen bewusst Raum geben, legen wir gleichzeitig ein gutes Fundament für einen Neuanfang.
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Es gab Zeiten, da hielt ich die meisten Leute für Feinde. In meinem Kopf herrschte Krieg. Egal, wo ich war. Im Supermarkt, in der Uni, beim U-Bahnfahren. Diese Leute, ich verurteilte sie, ich verurteilte sie alle. Mit einer Härte, dass es selbst Henkern mit internationaler Berufserfahrung kalt den Rücken runter gelaufen wäre.
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Das Leben ist keine Einbahnstraße ohne Kreuzungen. An jedem Tag können wir neu abbiegen, neue Wege gehen. Nur: Wohin? Wo ist wieder nur eine Sackgasse und wie gelangen wir in die Freiheit? Mahatma Gandhis Lektionen können uns helfen, den richtigen Weg zu finden.
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Woran erinnern Sie sich gerne am Ende eines Tages? Welche Situationen hinterlassen bei Ihnen einen tiefen Eindruck? Ich freue mich über intensive Begegnungen. Das sind Momente, die mich berühren. Diesen Menschen bin ich dankbar, haben Sie doch einen wertvollen Beitrag zu einem erfüllten Tag beigetragen. Doch was sind das für schöne Momente? Und vor allem: Wie kann ich dazu beitragen, dass andere sich gut fühlen?
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Warum fördert Pendeln die Vergesslichkeit - und wieso ist Tratschen effektiver, als Meetings es je sein können? Weil wir anfällig sind für unterschwellige Reize und weniger kopfgesteuert als wir meinen. Testen Sie, ob Sie die Psycho-Phänomene des Berufsalltags durchschauen.
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Bei einem Drittel aller Patienten finden Ärzte keine körperliche Ursache für deren Beschwerden. Oft stecken psychische Störungen dahinter. Doch ein Gespräch darüber bietet kaum ein Mediziner an - weil seelische Probleme mit einem Stigma belegt sind.
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Dass wir miteinander reden können, macht uns zu Menschen. – Karl Jaspers
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Wir Deutschen haben ein Drogen-Problem: Wir trinken zu viel Alkohol. Das macht zwar oft Spaß, es kostet uns aber einen Haufen Geld und geht auf die Gesundheit.
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Beim ersten morgendlichen Blick in den Spiegel erwartet mich nichts Gutes: Ich schaue mir aus einem knallrot-geschwollenem Gesicht entgegen. Als ich dann noch die roten Pünktchen auf meinem Oberkörper entdecke, ist klar: Mein Weg geht heute zum Arzt und nicht in die Arbeit.
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»Wer Drogen nimmt, macht sein Leben kaputt.« Doch längst nicht jeder Konsument wird zum Junkie. Wann machen Drogen wirklich abhängig?
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Endlich trauen sich die Männer, zu einem Psychotherapeuten zu gehen. Was geschieht da mit ihnen? Eine Reise in eine verborgene Gefühlswelt
ZEITMAGAZIN NR. 36/2016 8. SEPTEMBER 2016